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Die Scheide wird im Alter oft empfindlicher



Sowohl bei Frauen als auch bei Männern verändern sich die Geschlechtsorgane im Alter und es gibt eine Veränderung der Orgasmusphasen. Der Geschlechtsakt erfordert im Alter meistens mehr Zeit und intensivere Stimulation. Bei Frauen ist die Phase des Höhepunktes im Alter meistens kürzer als in früheren Lebensjahren und die sexuelle Erregung ist etwas abgeschwächt und bildet sich schneller zurück. Die Fähigkeit der Frau, mehrere Orgasmen hintereinander zu erleben, bleibt unverändert.

Bei sexueller Erregung treten die Brustwarzen hervor und der Kitzler (Klitoris) vergrößert sich. Diese Reaktionen sind bei älteren Frauen unverändert erhalten. Hingegen wird mit zunehmendem Alter die Scheide bei Erregung häufig nicht mehr so feucht und es dauert oft länger, bis die Flüssigkeit von der Scheide abgesondert wird. Diese Befeuchtung der Scheide ist aber notwendig, damit die Frau beim Geschlechtsverkehr keine Schmerzen hat.

Zudem gehen die Falten in der Scheide zurück, dadurch wird die eigentliche Scheidenwand dünner. Durch die veränderte Scheidenwand können Harnröhre und Harnblase beim Geschlechtsverkehr eventuell nicht mehr ausreichend vor dem mechanischen Reiz geschützt werden, auch sind sie deshalb anfälliger für Infektionen. Wegen der verminderten Befeuchtung und der im Alter veränderten Bakterienflora ist die Scheide ebenfalls anfälliger für Infektionen, die den Geschlechtsverkehr beeinträchtigen können.

Die Veränderungen sind vor allem durch das Abfallen des Östrogenspiegels nach den Wechseljahren bedingt. Man kann die Beschwerden durch die Gabe von Hormonsalbe nach den Wechseljahren eindämmen.
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