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Die Sucht nach Medikamenten: Viele alte Menschen sind betroffen



Eine Vielzahl älterer Patienten sucht den Arzt auf, weil sie unter Schlafstörungen, Verdauungsproblemen, Ängsten, Verspannungen und anderen Symptomen leiden, die häufig in erster Linie Folge und Ausdruck psychischer Probleme sind. Häufig verschriebene Medikamente mit Suchtpotential sind:

  • Beruhigungs- oder Schlafmittel
    Über 65-jährige machen zirka ein Sechstel der Bevölkerung aus, erhalten aber fast die Hälfte aller verschriebenen Beruhigungs- und Schlafmittel.
  • Antidepressiva
    Antidepressiva haben durchaus eine Berechtigung in der Therapie einer anders nicht beherrschbaren, schweren Depression. Die Verschreibung bei älteren Menschen sollte aber Fachärzten vorbehalten bleiben, die Erfahrung mit derartigen Medikamenten und ihrem Einsatz bei älteren Menschen haben, zum Beispiel Geriatern oder Psychiatern.
Häufig wäre anstelle von Medikamenten vielen älteren Menschen schon erheblich geholfen, wenn Sie öfter die Wohnung verlassen, andere Leute treffen, sich körperlich und geistig mehr betätigen würden. In Fällen, in denen dies ohne Hilfe von außen nicht möglich ist, sollte zum Beispiel eine Psychotherapie in Erwägung gezogen werden. Diese Maßnahme wird auffällig selten bei Menschen jenseits des sechsten Lebensjahrzehnts eingesetzt.

Weitere Informationen zur Medikamentensucht finden Sie hier.
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