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Struma (Kropf): Die vergrößerte Schilddrüse



Normalerweise ist die Schilddrüse in ihrer Lage unterhalb des Kehlkopfs von außen nicht sichtbar. Doch aufgrund einer krankhaften Veränderung kann sie sich vergrößern und als Wölbung hervortreten. Eine solche Vergrößerung der Schilddrüse wird als Kropf (Struma) bezeichnet. Die häufigste Ursache dafür ist Jodmangel.

Entstehung eines Kropfes

Die Zellen der Schilddrüse (Thyreozyten) nehmen aus dem Blut Jodid auf, um Trijodthyronin (T3) und Thyroxin (T4) zu bilden.Ist die Jodidkonzentration im Blut über längere Zeit zu gering, werden mehr Schilddrüsenzellen gebildet und die einzelnen Zellen wachsen. Die gesamte Schilddrüse nimmt dadurch an Volumen zu. Das Wachstum ist eine Anpassungsreaktion der Schilddrüse auf den Jodmangel: Der Körper versucht den Mangel zu kompensieren und das noch vorhandene Jod möglichst effektiv zu nutzen. Symptome sind beispielsweise ein Druck- und Engegefühl an der betreffenden Stelle sowie Schluckbeschwerden. Nach Berichten der Weltgesundheitsorganisation leiden mehr als 200 Millionen Menschen weltweit an einem Jodmangelkropf.

Durch jodiertes Speisesalz und andere Jodzusätze in der Nahrung wird ein Jodmangelkropf immer seltener. Heutzutage entsteht er hauptsächlich nur noch dann, wenn erhöhter Bedarf an dem Spurenelement besteht, wie beispielsweise während der Schwangerschaft und Stillzeit. Ein Kropf kann auch ein Symptom anderer Schilddrüsenerkrankungen sein (beispielsweise Morbus Basedow).
Autoren und Quellen
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