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Parodontitis



Parodontitis ist eine Infektionskrankheit des Zahnhalteapparates und zählt zu den häufigsten Erkrankungen der Mundhöhle. Es handelt sich dabei um eine entzündliche Reaktion auf bakterielle Stoffwechselprodukte, die im Zahnbelag (Plaque) entstehen. Sie wird durch Bakterien hervorgerufen, deren Wirkung durch weiche Beläge am Zahn und Zahnsteinbildung verstärkt wird. Das Zahnfleisch entzündet sich und es kommt im fortschreitenden Prozess entlang der Zahnwurzel zur Bildung von Zahnfleischtaschen. Zahnlockerung, Zahnwanderung und Zahnausfall können die Folge sein. Anzeichen für eine Erkrankung des Zahnhalteapparates können Mundgeruch und ein schlechter Geschmack im Mund sein. Unter Umständen beeinflusst Parodontitis die Fähigkeit zu essen und auch die Auswahl der Speisen. Viele Betroffene wählen weiche und säurearme Kost, um Schmerzreize zu umgehen.

Im Alter gehen mehr Zähne durch krankes Zahnfleisch und einen erkrankten Zahnhalteapparat verloren als durch Karies. Parodontitis betrifft 70 Prozent der Erwachsenen in Deutschland – am stärksten die ältere Generation: Etwa 90 Prozent der Senioren leiden darunter.

Der Begriff Parodontose hat eine Wandlung durchgemacht. Nachdem er zunächst als Sammelbegriff für Zahnbetterkrankungen eingesetzt wurde, hatte sich seine Bedeutung später auf den nicht entzündlichen Gewebeschwund verlagert. Heute wird er in Fachkreisen gar nicht mehr benutzt.

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