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Komplikationen bei HIV/AIDS: Toxoplasmose



Die Toxoplasmose ist für Menschen mit einem gesunden Immunsystem eine harmlose Erkrankung. Viele Infektionen werden gar nicht bemerkt. Der verantwortliche Erreger Toxoplasma gondii ist ein Parasit, der sich über rohes oder nicht richtig durchgegartes Fleisch und durch Katzenkot (z.B. Reinigung des Katzenklos) überträgt. Er vermehrt sich dann bevorzugt in den Zellen des Gehirns, kann sich jedoch auch in allen anderen Zellen des menschlichen Körpers entwickeln.

Die Krankheit ist nur in zwei Fällen kritisch: Bei Schwangeren und bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem, wie das bei HIV-Infizierten der Fall ist. Kommt es zu einer Infektion während der Schwangerschaft, kann Toxoplasmose das Leben des Fötus bedrohen.

Bei einer vorliegenden HIV-Infektion führen die im Gehirn durch den Parasiten eingelagerten Zysten zu schweren Entzündungen. Die häufigsten Symptome sind dann Kopfschmerzen, Fieber, Krampfanfälle, Gleichgewichtsstörungen, Lähmungserscheinungen und Veränderungen am Augenhintergrund. Die betroffene Person kann sich auch im Wesen ändern.

Wird die Toxoplasmose frühzeitig erkannt und behandelt, bestehen gute Aussichten auf Heilung. Unbehandelt führt sie innerhalb weniger Wochen zum Tode. Behandelt wird meist mit einer Kombination aus verschiedenen antiparasitär wirkenden Medikamenten.
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