Östrogene
Östrogene (und Gestagene) werden schon seit Jahrzehnten als Hormonersatztherapie während und nach den Wechseljahren der Frau eingesetzt. Dadurch werden typische Wechseljahresbeschwerden wie Hitzewallungen, Schlafstörungen oder Depressionen vermindert und die altersbedingte Hautalterung wird gebremst. Zudem wird das Risiko für Osteoporose, Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall und vermutlich auch das Risiko eine Alzheimer-Demenz zu entwickeln gesenkt.Neuere Studien aus den USA haben allerdings die Risiken dieser Therapie verdeutlicht: bei den behandelnden Frauen zeigten sich teilweise deutlich häufiger Brustkrebs, Thrombosen und auch die Zahl der Herzinfarkte und Schlaganfälle hatte zugenommen. Gerade in den letzten beiden Punkten hatte man sich jedoch eine Risikosenkung erhofft. Die Wirkung der Östrogene auf das Herz-Kreislaufsystem lässt sich momentan also noch nicht abschließend beurteilen. Als positive Wirkungen ließen sich dagegen weniger Darmkrebserkrankungen und Knochenbrüche feststellen. Ob eine Hormontherapie mit Östrogenen (evtl. in Kombination mit Gestagenen) gerechtfertigt ist und die Frau tatsächlich von einer solchen Behandlung profitiert, muss im Einzelfall je nach Beschwerden und Gesundheitsstatus geklärt werden.
Als Alternative bietet sich eine Behandlung mit Phytoöstrogenen an, z.B. mit Extrakten der Traubensilberkerze (Cimifuga racemosa) oder Isoflavonen aus der Sojabohne.