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Insulin: Lagerung und Haltbarkeit



Insulinvorräte sollten im Kühlschrank bei zwei bis acht Grad Celsius aufbewahrt werden. Insulinpräparate, die angebrochen sind und sich in Gebrauch befinden, können 4 bis 6 Wochen bei Raumtemperatur (unter 25 bzw. 30 Grad Celsius) und vor Sonnenlicht geschützt aufbewahrt werden. Achten Sie bezüglich der Haltbarkeit auf die Angaben des Herstellers.

Insulin ist empfindlich gegen Hitze, Kälte und Licht

Auf keinen Fall darf Insulin eingefroren werden, denn dadurch wird es unbrauchbar. Damit es nicht einfriert, soll die Lagerung im Kühlschrank nicht direkt am Gefrierfach und in der Kühltasche nicht direkt am Kühlakku erfolgen. Bei sehr kalten Außentemperaturen (zum Beispiel im Winterurlaub) schützten sie Ihr Insulin am besten durch Tragen am Körper und nicht in den Außentaschen von Jacke oder Mantel. Bei höheren Temperaturen, beispielsweise über 40 Grad Celsius, ist die Haltbarkeit des Insulins nur kurz. Nach längerer Wärmeeinwirkung ist die Wirksamkeit von Insulin deutlich abgeschwächt. Daher sollten Sie Ihr Insulin zum Beispiel nicht in der Sonne liegen lassen und auch sonst vor hohen Temperaturen schützen. Bewahren Sie das Insulin bei hohen Außentemperaturen in einer Thermoskanne, einer Kühltasche oder in einem Styroporbehälter auf. Außerdem sollten Sie Ihr Insulin vor Licht schützen, damit die Haltbarkeit nicht verkürzt wird. Dazu bewahrt man die Vorräte am einfachsten in der Verpackung auf.

Haltbarkeit von Insulin

Insulinpräparate sind nur begrenzt haltbar und sollten nach Ablauf des Verfallsdatums nicht mehr benutzt werden. Verwenden Sie bereits angebrochenes Insulin nicht länger als vier bis sechs Wochen. Stechampullen, die sich in Gebrauch befinden, haben bei Lagerung im Kühlschrank eine Haltbarkeit von drei Monaten. Verwenden Sie Insulin nicht mehr, wenn Klümpchen in der Flüssigkeit, Ablagerungen am Glas oder andere Veränderungen zu sehen sind. Da unbrauchbares Insulin aber nicht immer sein Aussehen verändert, sollten Sie Insulin, das zu warm oder zu kalt geworden ist, generell nicht mehr benutzen.

Klares oder trübes Insulin?

Völlig unabhängig von der Haltbarkeit sind manche Insuline klar und andere Insuline weiß und trüb. Diese trüben Insuline sind sogenannte Suspensionen; sie enthalten Teilchen aus Insulin zusammen mit anderen Substanzen, die dessen Wirkung verzögern. Diese Verzögerungsinsuline müssen Sie vor dem Spritzen gründlich durchmischen, indem Sie das Fläschchen oder den Pen zehnmal zwischen den Handflächen rollen und zehnmal um 180 Grad schwenken. Das Insulin sollte dann einheitlich milchig aussehen, anderenfalls müssen Sie es weiter mischen. Schütteln Sie das Insulin aber nicht, da sich sonst Schaum und Luftbläschen bilden, die bei der Injektion stören und eine exakte Dosierung verhindern. Klare Insuline müssen vor dem Spritzen nicht durchmischt werden.
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